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SOZIAL DISTANZIERTE LOVE ATTACKS

von | Mrz 25, 2020 | Artikel, Attacke | 0 Kommentare

Liebes-AttackenWARUM GERADE JETZT?

  1. Ich war gestern der Empfänger einer Liebesattacke. Ich hab mich abends in ein total frisch gewaschenes, gemachtes Bett gelegt. Als ich mich bei meiner Frau bedankt habe, grinste sie und liess mich wissen, dass sie das auch mit ganz viel Liebe gemacht, hat weil mich das freut. Hat es auch und Liebe ist die Art von ansteckend, die diese Tage noch was positives ist.
  2. Paulus fasst mal das wichtigste der ganzen Bibel n einem Satz zusammen: „Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt: »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!« — Galater 5 Etwas wichtigeres, als zu planen, wie du Menschen liebst, kannst du also gar nicht machen.
  3. Etliche von euch haben mir erzählt, dass ihnen langweilig ist. Irgendwann gehen einem die guten Netflix Ferien aus, irgendwann hat man genug gut gemeinte inspirierende Videobotschaften gesehen. Irgendwann fallen einem keine neuen Ideen mehr ein, was die Kinder denn noch basteln könnten. 
  4. Hier also eine Liste mit „sozial distanzierten“ Liebesattacken, wie ihr alleine oder als Familie, das wichtigste tun könnt, was es gibt. Wenn ihr nich andere Ideen habt, immer gerne in die Kommentare.

LIEBE DEINEN NÄCHSTEN

Attacke 1: Schreibe an jemanden, der dich inspiriert hat

Die Idee: Irgendjemand hat mal gesagt, dass der Mensch für jede Kritik mindestens zehnmal gelobt werden muss. Die meisten von uns kriegen eher selten zu hören, dass wir etwas total gut gemacht haben oder vielleicht sogar, dass wir jemanden inspiriert haben. Ich glaube, es würde mehr Gutes getan werden, wenn wir nur ab und zu mal hören: „Was du tust, das hilft mir!“

Schreibe also, wenn du anonym bleiben willst, eine Karte oder einen Brief und beschreibe, was dir an jemandem gefällt und/oder wie er dich inspiriert. Ansonsten funktionieren natürlich auch Email oder WhatsApp.

Attacke 2: Klingelstreiche

Eine gute Familienaktion. Sucht euch ein „Opfer“ aus, dem ihr etwas Gutes tun wollt. Arbeitet zusammen an einer Liste, mit Dingen, die dieser Person eine Freude machen würde. Jemand wird zum Supermarkt geschickt, um die Dinge zu besorgen. Wenn ihr super begabt seid, könntet ihr ja auch was Backen oder Kochen. 

Fahrt oder spaziert, mit eurem Geschenk, zu der Person, positioniert das Geschenk, klingelt und lauft weg. 

Attacke 3: Rufe jemanden an  

Die meisten von uns, sogar ein paar von uns Introvertierten, haben im Moment das Bedürfnis uns mitzuteilen, nicht alleine zu sein. 

Ein Freund von mir, hat mir gestern erzählt, dass es ihm gut tut Leute aus seinem Freundeskreis anzurufen. „Oft weiss ich nicht mal, mit welchem Satz ich das Gespräch beginnen soll, eigentlich hab ich nur das Bedürfnis eine bekannte Stimme zu hören“, hat er mir erzählt.                                                                 

Jemand anders hat mir gestanden, dass sie Angst hat und sich alleine fühlt. Die ganz einfache Antwort war: „Du bist nicht die erste, die mir dass sagt, dass geht im Moment ganz vielen von uns so.“ Mit anderen Worten: „Was du gerade fühlst ist normal!“ So ein einfaches Statement kann ganz viel Hoffnung geben. 

Du kannst also ganz altmodische anrufen und so tatsächlich ein Hoffnungsbringer sein.

WIE DICH SELBST

Hier noch ein paar Ideen, wie du dir selber gut tun kannst.

  1. Entwickle eine Routine — Nachdem ER das sie aus der Sklaverei befreit hat, gibt Gott seinem Volk 613 Gesetze. SECHSHUNDERT DREIZEHN. Ein bisschen übertrieben, könnte man denken. „Normalerweise ja”, nur waren die Israeliten in einer Situation, wo alles anders war, als gewohnt. Das Gefühl kannst du jetzt nachvollziehen. In Krisen geben Gesetze und Routinen Sicherheit. Seid mein Sohn immer zur gleichen Zeit, am gleichen Ort im Haus Schularbeiten macht, fällt alles leichter. Mir hilft es jeden Tag diese Email zu schreiben. Früh aufzustehen!Ich baue bewusst Routinen in jeden Tag. Weit weniger als 613 aber immerhin.
  2. Vitamin D — Mir hilft es jeden Tag mindestens 10 km spazieren zu gehen. Manchmal zu zweit, mit zwei Meter Abstand. Manchmal alleine. Manchmal sogar betend. Manchmal mit Podcast oder Hörbuch auf den Ohren.
  3. Highlights — Die Frau des amerikanischen Komikers Jimmy Kümmel hat angeordnet, dass ihre Familie, die sich in Quarantäne befindet, jeden Freitag einen sogenannten „Formal Friday“ einhält. Heisst übersetzt, dass ich alle extra schön anziehen und es gibt ein ganz besonderes Abendessen.  Meine Familie hat keinen „Formal Friday“ aber wir bauen etliche Dinge in unsere Woche, auf die wir uns freuen. Freitags ist immer noch Pizzaabend, nur im ganz kleinen Kreis. Wir versuchen besondere Dinge zu kochen und zelebrieren das Abendessen, als Familie, noch ein bisschen mehr, als sonst. Neulich hab ich mit meiner Tochter Musik zusammen gehört. Erst hören wir ein Lied, das sie mag, dann hören wir eins von meinen Lieblingsliedern. 

Was sind Dinge, die ihr ausprobiert, damit sich Menschen in eurem Umfeld geliebt wissen und weniger einsam fühlen?