CHEF

chef

Diesen fantastischen FIlm habe ich während unserer Kanadareise gesehen. „Chef“ erzählt die Geschichte von Carl Casper einem Sternekoch, der in einem Nobelrestaurant in New York seine Kunst ausübt, seid 5 Jahren das gleiche Menü, weil es bei den Leuten so gut ankommt. Als er von einem Online Restaurantkritiker dafür kritisiert wird, was er eigentlich schon fühlt, dass er seine Kunst verloren hat, flippt er aus und schreibt ein paar böse Worte zurück, leider öffentlich, weil er sich mit Twitter und Facebook nicht so gut auskennt. Er verliert seinen Job, alles ist total peinlich. Die gute Nachricht ist, dass er durch diese persönliche Tragödie dazu gezwungen wird ganz unten neu anzufangen, mit einer rollenden Imbissbude. Er fängt an die Kunst des Kochens wieder zu lernen. Manchmal kann eine scheinbare Tragödie oder nur so eine spürbare Unzufriedenheit Gottes Tritt in den Hintern sein, um das anzugehen, was mein Leben ausmacht! Also ein bisschen Hoffnung, für alle die von uns deren  Kreativität und Freude am Schaffen gelegentlich, durch das gelegentliche Hamsterrad „Leben“ verloren geht. Die nächste Krise kann genau das sein, was du brauchst! https://www.youtube.com/watch?v=mLuixZwiIdU

„BLIND“ WILLIE JOHNSON

 

BlindWillieJohnson

Unser guter Freund Graham Ord hat uns heute während eines Bluegrass-and Pancake Breakfast die Geschichte von „Blind” Willie Johnson (* 22. Januar 1897; † 18. September 1945) erzählt.

Willie wächst in schwierigen Verhältnissen, in den Südstaaten auf. Seine Mutter stirbt vielzu früh, sein Vater ist gewalttätig und seine neue Stiefmutter schüttet dem 7-jährigen Jungen in einem Wutanfall Lauge in die Augen, so dass er von da an blind ist.

Später verdient sich Willie mit Strassenmusik sein Geld, entwickelt eine ihm eigene Slideguitar Technik und um sich über den Strassenlärm Gehör zu verschaffen eine ganz persönliche Art um laut zu singen. Durch das Zureden seiner Frau nimmt er immerhin dreimal in seinem Leben einige Lieder auf.

1945, vielleicht auch erst 1947, brennt sein Haus nieder. Da Willie jedoch sehr arm ist, bleibt im nichts anderes übrig, als weiterhin in der Ruine zu leben. Blind Willie Johnson stirbt kurze Zeit später an einer Lungenentzündung. Nicht unbedingt das Leben, das man sich wünscht.

Die meisten von uns leben mit der Hoffnung, dass irgendetwas von uns bleibt, dass wir die Welt irgendwie besser gemacht haben. Das ist natürlich lobenswert, kann aber auch manchmal in eine Krampf bzw. einen Leistungsdruck ausarten, der und erschöpft und ungeniessbar macht. Willie hatte diese wenigen Momente, diese drei Schallplattenaufnahmen, die hunderte von Musikern beeinflusst haben. Seinen Namen kennt kaum einer aber ob wir es wissen oder nicht, wir alle haben schon von ihm gehört. Daran möchte ich mich erinnern, wenn ich mir wieder Sorgen mache, ob das was ich tue wirklich bleibt und dieser Welt gut tut. Manchmal ist es nur diese eine Begegnung, dieser eine Moment oder drei Aufnahmen, die diese Welt besser machen.

World Cup 2014 Brazil

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Es ist merkwürdig ruhig geworden um die Demonstranten, die die soziale Ungerechtigkeit im Land angeprangert haben, jetzt wo der Ball rollt in Brasilien. Um ehrlich zu sein, ich habe sie auch fast vergessen. Die Anziehungskraft „Fußball“ ist einfach zu groß. Gut möglich dass viele Politiker diesen Monat wieder nutzen, um Entscheidungen durchzudrücken, die wir sonst heftig protestieren würden. Komische Situation! Vielleicht bin ich ja ein bisschen, wie der Mann in diesem Gleichnis.

„World Cup 2014 Brazil“ weiterlesen

Das ungewöhnliche Gefängnis

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Im 14. Jahrhundert regierte im heutigen Belgien ein Adeliger namens Raynald III, der von seinen Untertanen heimlich nur „Crassus“ (der Fette) genannt wurde, weil er einfach unglaublich übergewichtig war. Nach einer erfolgreichen Revolte gelang es Raynalds jüngerem Bruder, Edward, ihn zu verstoßen und den Thron zu erobern. „Das ungewöhnliche Gefängnis“ weiterlesen

Perspektive

van goghWAS HABEN DIESE BEIDEN BILDER GEMEINSAM? IMG_3906IMG_3906 IMG_3906IMG_3906IMG_3906IMG_3906IMG_3906

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Auf den ersten Blick köIMG_3906nnen sie unterschiedlicher nicht sein. Eine wunderschöne Sommerlandschaft, fast ein Van Gogh Motiv … Dreck! Die Gemeinsamkeit ist der Standort. Ich habe beide Bilder innerhalb von ein paar Sekunden von genau dem gleichen Ort aus fotografiert.  Alles eine Frage der Perspektive! Siehst du eher das Schöne oder das Hässliche? Beides ist wichtig! Wir brauchen Menschen die nicht immer nur alles durch eine rosa Brille sehen, sondern ab und zu mal aussprechen, dass hier was faul ist. Wenn du aber dabei das Gute und Schöne und Wertvolle gar nicht mehr sehen kannst, dann fehlt uns allen etwas ganz entscheidendes.  Dazu unten ein Gleichnis!

„Perspektive“ weiterlesen

Postmoderne Kommunikationsstile

Wer vor nur ein paar Jahren intellektuell erscheinen wollte, musste lediglich im richtigen Moment den Begriff “Postmoderne” fallen lassen. Inzwischen ist man sich immer noch nicht sicher, was das denn genau ist, ob wir sie überhaupt schon erreicht haben oder ob sie sogar schon vorbei ist. Eins wissen wir allerdings. Die letzten Jahre haben uns unglaublich schnell viele Veränderungen gebracht, die beeinflussen, wie wir leben, wie wir die Welt sehen. Wie immer sind viele dieser Veränderungen gut und einige weniger gut. Jetzt geht es nicht darum die Postmoderne zu bewerten, sondern um die Frage, wie ich meine Fähigkeiten ausbauen kann, um mit postmodernen Menschen so gut wie möglich zu lernen. „Postmoderne Kommunikationsstile“ weiterlesen

Gott der lustige Onkel

„Gott ist nicht die Schwiegermutter, die vorbeikommt um zu checken, ob das Hochzeitsgeschenkgeschirr schon angekommen ist.
Er ist der lustige alte Onkel, mit der Salami unter einem Arm und einer Flasche Wein unter dem anderen.
Nach ihm müssen wir Ausschau halten; hauptsächlich deshalb, weil es so unglaublich traurig wäre, dabei zu sein aber den ganzen Spaß zu verpassen!“

„God is not our mother-in-law, coming to see whether her wedding-present china has already been chipped. He is a funny Old Uncle with a salami under one arm and a bottle of wine under the other. We do indeed need to watch for him; but only because it would be such a pity to miss all the fun.“ [Robert Capon, from the book The Parables of Judgment, Eerdmans, 1989. p. 166]

Bereite gerade eine Predigt über Jesus Gleichnis mit den 10 Jungfrauen und ihren Lampen vor. Hab dabei dieses Zitat gefunden und mir gefällt es!

Image

Letzte Woche musste ich länger auf einem Bahnhofbuchladen warten, was für mich nicht unbedingt ein Opfer ist. Dabei habe ich ein interessantes Buch entdeckt, mit dem Untertitel: „Warum ist es uns eigentlich so wichtig, was Leute über uns denken?“

Man könnte das Statement machen, dass, es uns, wenn wir ehrlich sind, viel wichtiger ist ein gutes Image zu haben, dass andere, vielleicht sogar wir selber denken, dass wir gut sind … als tatsächlich Gutes zu tun! Dazu mal eine Geschichte.   „Image“ weiterlesen

Ungerecht?

Gottes neue Welt ist wie …

Die beiden Brüder, die sehr harmonisch miteinander aufwachsen,  ähnliche Interessen haben und irgendwie, von klein auf auch beste Freunde sind.

Beide wachsen mit einem gesunden Gott Verständnis auf aber nach dem Studium hat der Jüngere noch einmal ein ganz persönliches Jesuserlebnis. Schweren Herzens sagt er seine bevorstehende Hochzeit ab, weil er sich berufen fühlt in der sogenannten Dritten Welt etwas für Arme zu tun. Die Not der Menschen bricht ihm immer wieder das Herz, so dass er nach und nach viel opfert und das wenige, was er an Besitz hat weggibt. „Ungerecht?“ weiterlesen

Die glücklichste Nation der Welt ist…

Kopfkino und Realität sind meistens sehr weit auseinander!

Welche Frau hat sich nicht schon einmal in einer romantischen Komödie verloren?

In diesen Filmen gibt es normalerweise einen starken Mann, der dir ein Bett am Strand baut, immer total männlich ist und gleichzeitig verletzlich und weich.

Er hat ein Gespür für deine Gefühlslage und sehnt sich förmlich danach über diese Gefühle auch noch mit dir zu reden! „Die glücklichste Nation der Welt ist…“ weiterlesen

Sophia

Eine Geschichte wird erzählt über ein junges Mädchen, dass vor ein paar hundert Jahren in einem kleinen Dorf in England aufwuchs! Sophia war sehr klug und gebildet, was zu der Zeit nicht selbstverständlich war und einer dieser Menschen mit einem richtig guten Herzen!

Eines Morgens erwachte sie nach einem sehr realen Traum, in dem Gott zu ihr sprach, dass das Werk ihres Lebens sein würde, die Bibel in einer der Menschen verständlicher Sprache drucken zu lassen! Damals gab es die Bibel nur in Latein und war dem normalen Volk nicht zugänglich. „Sophia“ weiterlesen

Hauptschüler… Die Aussätzigen bei uns?

Ich bin gerade gefragt worden für eine Zeitschrift einen Artikel zu dieser Aussage zu schreiben. Hier steht gleich, was ich dazu geschrieben habe. Mich würde aber vielmehr eure Meinung zu dieser Thematik interessieren.

„Wieso soll ich mich anstrengen? Aus mir wird doch sowieso nichts!“

Jesus hat seine Zuhörer immer wieder aufgerufen, sich um die zu kümmern, die ungerecht behandelt werden, die zu kurz kommen, die in unserer Gesellschaft benachteiligt werden. Wer genau ist den das hier bei uns im reichen Deutschland?
Zwei Geschichten, die auf den ersten Blick absolut nichts miteinander zu tun haben:
Tatort: Christ Camp bei Krefeld! Etwa 120 elf und zwölf-jährige Jugendliche von einer Hauptschule in Gelsenkirchen schauen mich teils gelangweilt, teils abschätzend an. „Hauptschüler… Die Aussätzigen bei uns?“ weiterlesen

Hölle

„Schickt Gott Menschen tatsächlich in die Hölle?“ „Für immer?“ „Nur weil sie falsch geglaubt haben?“

Meine Kollege Werner und ich waren letzten Freitag von unserer Jugendgruppe zum „Frag die Pastoren“ Abend eingeladen. Jede Frage durfte gestellt werden. Zwei Fragen kommen immer bei solchen Veranstalltungen. „Wie ist das mit Sex bevor man verheiratet ist?“ und natürlich … die Frage nach der Hölle. „Hölle“ weiterlesen

Das Geschenk

Meine drei Kinder haben in den letzten Jahren bei dieser „Weihnachten im Schuhkarton“ Aktion mitgemacht, wo man für Kinder ein Packet organisieren darf, die sonst eher nichts unter dem Baum liegen hätten. Lukas hat Geschenke für einen kleinen Jungen ausgesucht. Fünf richtig coole Matchboxautos, obwohl die eigentlich sein Budget sprengten, seine Lieblingssüßigkeiten und sogar eine Karte hat er geschrieben.

Richtig stolz brachte er sein Präsent zu so einer Sammelstelle, wo effiziente Frauen checken, ob auch alles gut aussieht und so verschickt werden kann.
Die Damen waren so effizient, dass, sie noch vor den Augen meines Sohnes, die coolen Geschenke ausgepackt und auf andere Kartons verteilt haben. Irgendetwas an der Verpackung gefiel nicht und auf einmal lag Lukas Geschenkkarton im Müll. „Das Geschenk“ weiterlesen