ZITATE VOM RABBI
Im Rahmen unserer „Wer war Jesus” Wunschpredigtreihe hatten wir im Februar Rabbiner Walter Rothschild bei uns in der Gemeinde Mir hat es voll Spaß gemacht sich mit einem RABBI über den Rabbi Jesus zu unterhalten.
Hier meine beiden Lieblingszitate Zitate von dem Vormittag, über die es sich lohnt mal nachzudenken. Mich würde interessieren, wie ihr sie versteht.
1. Jemand der viele Fragen hat ist interessant. Jemand der viele Antworten hat ist gefährlich!
2. Kümmere dich um deine eigene Seele und den Körper des anderen!
Mittwoch, 16. April 2008 um 12:43 am
Sprüche, an denen viel Wahres dran ist, zumindest kann man aufhorchen, aber keine “Maximen”, wie ich finde. jedenfalls beim ersten Zitat.
Aber von vorne: Als ich drüber nachdachte, hatte ich erstmal den Gedanken: Ein altes Produkt wurde neu verpackt. Und man fühlt sich neu erleuchtet, obwohl man es doch eigentlich schon wissen müsste. Sokrates hat gesagt: Ich weiß, dass ich nichts weiß! Und ich meine, bei Salomo gelesen zu haben: Wer sagt, er sei weise, ist es nicht! Diese Aussagen treffen es meiner Meinung nach ganz deutlich, was hinter dem Zitat steckt. Je mehr Erfahrungen man im Leben macht, desto klarer erkennt man, wie wenig man “Alles” fassen kann! Gerade die individuellen Fragen, die den Menschen betreffen, sind auch individuell einzustufen und zu beantworten. Wie mit dem Schweinefleisch: Für den einen ist es Sünde, für den anderen nicht.
Der Volksmund sagt: Wer sich selber nicht liebt, kann auch niemand anderen lieben. Und ich persönlich denke immer: Wenn du selber nicht gesund bist, hast du auch keine Kraft, jemand anderem aufzuhelfen. Aber das Zitat ist eigentlich eng mit dem ersten verknüpft. Wir können uns nicht so gut um die Seele des anderen kümmern, das kann nur Gott perfekt. Klar können wir helfen, aber ob es immer richtig und gut ist, wäre die andere Frage. Dazu sind wir halt nicht schlau und allwissend genug. Zu individuell. Also, tue das, was du sicher kannst: Mach dich selbst gesund und helfe dem Körper des anderen, denn da kann man nicht viel Schaden anrichten. Hieß es nicht auch in der letzten Predigt: Hack dir lieber die Hand ab, als sie zur Sünde einzusetzen? Na ja, wobei man natürlich durch viel Liebe Seelen trösten kann und so weiter. Ich mach das auch gerne und brauche das. Wir können ja auch nicht richten!!! Das bezieht sich auch auf das erste Zitat, wenn man sich die Frage nach dem “Warum” stellt. Ach man, das geht auch schon wieder zu weit. Aber grundsätzlich: Die Seele ist Chefsache…
1) Vorweg: 1 + 1 = 2! Diese Antwort ist nicht gefährlich.
Irgendwer hat mal herausgefunden, dass wir ca. 95% von dem, was wir wissen und denken, übernommen, also irgendwo gelesen oder gehört haben. Schon erschreckend, wie wenig wir eigentlich durch neues “schöpferisches” Denken selber erkennen. Aber das erklärt auch, weshalb wir so lange brauchen, um uns zu entwickeln. Aber ich will darauf hinaus, dass man bei Antworten immer nur von dem ausgehen kann, was man selber erlebt und mal gehört hat. Und es gibt so unendlich viel mehr, so viel mehr, was wir heute vielleicht auch noch gar nicht wissen. Das bringt uns natürlich schon wieder in ungeahnte Dimensionen von Fragenstellungen, die mal interessant sein dürften. Was wird sein, wenn wir immer mehr über Evolution wissen? Kommt irgenwann der Beweis, dass es keinen Gott geben kann? Oder umgekehrt?
Mein persönliche!!! (persönlich, aber trotzdem eine Antwort) Meinung ist: Nein! Und das bringt mich zur Einschränkung des Zitats: Man kommt an gewissen Stellen zu dem Punkt, an dem man Entscheidungen treffen muss und auch kann, und das sind dann Antworten, die nicht gefährlich sind, weil man davon überzeugt ist. Wenn wir keine Entscheidungen und Antworten für uns finden würden, was wären wir dann? Wie könntest du für irgendetwas einstehen? Für irgendetwas kämpfen?Und das alles mit gutem Gewissen… wenn du rechtschaffend bist. Man darf eben nicht anfangen, alles offen zu lassen und so zwangsläufig zu immer mehr Toleranz abschweifen, wie es heute immer mehr geschieht. Das ist nicht gut, so viel geht verloren…
Also kurz und knapp: Meist wissen wir nichts, aber wir können überzeugt sein und sollen es auch. Ach, jetzt müsste man so viele Einschränkungen machen… DAs zeigt auch wieder, wie schwer es ist, jemandem Antworten auf seine persönlichen Fragen zu geben. Man kann halt nicht immer von sich auf andere schließen. Aber das geht hier schon wieder alles zu weit…
2) Auch neu verpackt…