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„Rage Against The Machine“ — Was ist am Palmsonntag passiert?

Vor Jesus Einzug nach Jerusalem hat es also schon einen richtig pompösen gegeben.
Zunächst wurde das Symbol Roms, der Adler hineingetragen.
Dann folgen hunderte Soldaten
Metallene Schilder, die irren Krach machen. Überall Waffen. Im Gleichschritt.
Schließlich Pilatus, mit Krone, auf dem größten Pferd, das man für ihn auftreiben konnte
Und Pilatus ritt immer vom Westen aus ein! Die Botschaft war klar: Wir sind mächtig! Jeder Aufstand ist zwecklos und wird mit Gewalt niedergemetzelt. Wir sind die Stärksten!

Jesus reitet vom Osten aus ein auf einer kleinen Eselin.
Im Osten waren die Friedhöfe von Jerusalem. Es gab eine Prophetie, dass, wenn der Messias kommt die Toten auferstehen werden. Die Ansage war auch eindeutig: „Auferstehung wird passieren!“
Jesus reitet auf dem kleinsten Esel der ihn tragen kann.
Auch eine Prophetie. „Ich bin der auf den ihr gewartet habt. Und ich komme, um Frieden zu bringen!“
Das hört sich nett an. Veräppelt aber auch gleichzeitig den römischen Weg der Macht! Und ist deswegen mehr als gefährlich!

Pilatus ist der mächtige römische Stadthalter von Jerusalem lebt normalerweise in seinem Landhaus am See aber zum Passafest muss er nach Jerusalem. In diesen Tagen tauchen dort mehr Juden auf, als Römer und werden schon mal übermütig, weil in diesen Tagen den Sieg über die Unterdrücker in Ägypten feiert. Es wartet also Arbeit auf die Römer.

Stell dir vor, du stehst neben einem aufgemotzten Sportwagen, an der Ampel und der Macho neben dir lässt den Motor aufheulen. Du selber sitzt in deinem alten, verbeulten Fiat Mini, setzt lässig deine Sonnenbrille auf, nickst rüber zu Macho und lässt selber den Motor aufheulen.                        Das, nur ein bisschen extremer ist Jesus Einzug nach Jerusalem am Palmsonntag.

Der Soziologe Max Weber beschreibt den Unterschied zwischen Macht und Autorität. Wie Pilatus damals, kannst du durch Machtgehabe zum Ziel kommen. Durch Lästern, unangemessene Kritik, Selbstbeweihräucherung ans Ziel kommen. Oder du kannst es wie Jesus mit Liebe und gesunder Autorität versuchen.
Wie würde das aussehen? Und hätte das überhaupt eine Chance gegen die Übermacht?

Wenn du an Ostern glaubst, …

AUSREDEN — Kapitel aus meinem neusten Buch „IKIGAI“

 

Stimme #2: „Es wird sich sowieso nichts ändern“

„You got yourself stuck in a moment and you can’t get out of it“ – U2

Im biblischen Buch Genesis bekommt ein alter Mann, Abram ist sein Name, eine Anweisung von ganz oben: „Gehe in ein anderes Land, das ich dir zeigen werde.“ Das Außergewöhnliche dieser Anweisung bestand nicht nur darin, dass sie von ganz oben (also Gott) kam, sondern auch darin, dass Abram hier zu etwas völlig Neuem für sich und seine Familie aufgefordert wurde. Damals glaubte man nämlich, dass das eigene Leben im Grunde immer das Leben der vorherigen Generation wiederhole.
Natürlich hat man deshalb den gleichen Beruf gelernt wie der Vater.
Natürlich ist man im gleichen Dorf geblieben und hat all das getan, was die anderen auch so taten. Es ist halt, wie es ist. Das war eben dein Schicksal.

Aber dann greift Gott ein und fordert Abram auf, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Er wird aufgefordert, auszusteigen und ein Volk zu gründen, das sich nicht nur um sich selbst kümmert. Also kein Volk, das sich im Sinne von „Make America Great Again“ nur für die eigenen Belange interessiert, sondern ein Volk, das „das Licht der Welt“ sein würde.
Also ein Segen für alle anderen Nationen. So etwas war damals unvorstellbar.

Abram nimmt diese Einladung tatsächlich an, steigt aus seinem Kulturkreis aus und probiert etwas komplett Neues.

Bist du schon mal ausgestiegen?
Einige meiner Freunde fühlen sich gefangen.
Gefangen in einem Job, den sie als eng und langweilig
empfinden.
Gefangen in einer Beziehung, die sie kaputt macht. Gefangen in irgendeiner Situation, die jegliche Freude in ihrem Leben erstickt.
Dieses Gefangensein wird ganz schnell der Grund, warum ich das Leben, das ich mir wünsche, niemals lebe. Gibt es da wirklich keine Alternative?

„Du bist eingeladen. Gehe in ein Land, das ich dir zeigen
werde.“
Wirklich! Du bist frei!
Du kannst noch 18 Monate arbeiten, sparen und dann
ein halbes Jahr reisen.
Du kannst diesen Job kündigen, von dem du immer
sagst, dass er dich kaputt macht.
Du kannst sogar aus der Beziehung aussteigen, die nicht
gut für dich ist.
Das ist kein Freischein für Egoismus. Es lohnt sich aber,
einmal ehrlich zu sein. Eigentlich hast du doch nur Angst vor dem Unbekannten. Hatte Abram bestimmt auch. Aber du bist frei. Du lebst, du atmest, und das ist ein Geschenk. Du bist freier, als du denkst. Du darfst Neues ausprobieren. Du bist zum Leben eingeladen.

ALS ICH MIT MEINEM SOHN LUKAS IN AFRIKA AUF DIE SUCHE NACH GOTT GEGANGEN BIN

Gespräch über unsere Suche nach erlebbarem Glauben und mein Buch, „Mama, wir sind dann mal. Gott suchen“auf Bibel TV.

https://www.youtube.com/watch?v=ZSrRkBPCU24

 

WAS WILLST DU?

Jesus ist mit seinen Jüngern uterwegs nach Jerusalem. In Jericho sitzt ein Blinder am Weg und bettelt.
„Hey, was ist da los?“, ruft er. „Was verpasse ich gerade?“ „Nichts Besonderes“, sagt einer der lahmen Bettler. „Jesus, der Rabbi aus Nazareth, kommt gerade in die Stadt.“ „Nichts Besonderes? Bist du noch zu retten? Weißt du nicht wer das ist? Der kann uns helfen!“, sagt der Blinde. Und er brüllt: „Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen, bitte hilf mir!“
Die ganzen wichtigen Leute um Jesus herum sind genervt. Da hat Jesus doch gerade wichtige theologische Fragen angestoßen und jetzt brüllt so ein ungewaschener Typ.
„Halt die Klappe. Merkst du nicht, dass du hier störst?“ Doch er brüllt weiter: „Jesus, Sohn Davids, hab Erbarmen, bitte hilf mir!“ Jesus bleibt stehen und unterbricht die Diskussion. „Kurze Pause. Das hier ist wichtiger. Bringt mir den guten Mann doch mal her. Was möchtest du von mir?“
„Ich möchte endlich wieder sehen können. Das Gesicht meiner Frau, meine Kinder, Farben. Ich möchte endlich eine richtige Arbeit anstatt hier zu betteln und mich unnütz zu fühlen. Ich möchte sehen können!“
„Wenn das dein Wunsch ist, dann sollst du das auch“, sagt Jesus und dann sieht der Mann. Zum ersten Mal.
Dann sagt Jesus noch etwas Spannendes: „Dein Glaube hat dich gerettet.“
Spannende Fragen
Dabei bleiben so viele spannenden Fragen:
1. Warum verhindern Leute, die Jesus nahe sind, fast das Wunder?
Christen waren immer dann am schwächsten, wenn es um Macht ging. Wenn meine Beziehung zu Jesus darauf reduziert wird, dass ich mehr Recht habe als der nächste oder Gott vermeintlich näher stehe, dann sind Lieblosigkeit und mangelnde Relevanz das Resultat. Dann muss Jesus seine Wunder eben ohne uns tun.
2. Warum fragt Jesus: „Was soll ich für dich tun?“ Ist das bei einem Blinden nicht offensichtlich?
Kennst du diesen Druck, ständig Erwartungen nicht erfüllen zu können? Vielleicht würde dir die Frage helfen: Was willst DU eigentlich? Ein guter Freund hat mir sehr lange erzählt, was er nicht mehr möchte in seinem Leben. Daraufhin habe ich ihm diese Frage gestellt: „Kannst du mir erzählen, was du willst?“ „Gute Frage“, sagte er. „Wenn ich ehrlich bin, muss ich mich mal länger hinsetzten und darüber nachdenken.“
Ich glaube, der Wille Gottes ist, dass du dir Gedanken machst, was DU willst. Was dich wirklich ausfüllt und zutiefst glücklich macht.
3. Warum sagt Jesus: „Dein Glaube hat dich geheilt?“
Ich glaube, Jesus redet hier über die Vorstellungskraft des Blinden. Andere mögen sich mit ihrem Schicksal abgefunden haben. Er nicht. Er wusste was er wollte, er hat sich vorgestellt, wie es sein kann zu sehen und deswegen brüllt er nach Gottes Hilfe, als die anderen ihn ruhig halten wollen.
Und du?
Was willst DU? Was wünschst DU dir? Mehr barfuß laufen — besser vergeben können — weniger arbeiten — mehr Zeit für die Leute, die dir wichtig sind — besser essen …
Was müsste passieren, damit du anfängst, das zu leben?

Spielend Durch Das Kirchenjahr

                                                               Kurz vor Ostern ist mein 10. Spielbuch        erschienen. Ich habe Aktionen zusammengestelt, die in ein Thema zu den verschiedenen Festen, also  Ostern, Weihnachten, Himmelfahrt usw. führen können oder einfach Spaß machen. Also Nachdenken oder Feiern oder beides.

Weil es Nummer „ZEHN“ ist schicke ich ein Buch an einen der ersten ZEHN Leute, die mir einen Satz unten in die Kommentare schreiben, wie sie  mit Jugendlichen und Kindern die großen Feste feiern.

 

Was feiern wir da eigentlich?

Frank Bonkowski hat neue kreative Ideen zur spielerischen Entdeckung der Feste im Kirchenjahr gesammelt. Um in jeder Situation und zu jedem Anlass das passende Spiel aus der Hosentasche zaubern zu können, gibt es dieses praktische kleine Buch. Alle Spiele lassen sich leicht umsetzen, Spaß und Action sind garantiert.

Hilfreiche Hinweise zu Inhalten, benötigtem Material, Dauer und Zielgruppe der einzelnen Spiele sorgen für einen schnellen Überblick und einen problemlosen Einstieg ins Spielgeschehen.

 

UNTER DEM KREUZ

Wir stehen in sicherem Abstand vor dem Kreuz und können kaum hinschauen.Ganz versteckt mit verheultem Gesicht, total übernächtigt, steht Petrus. Kennst du solche Situationen, wo du dich selber masslos überschätzt hast, du hast dir selber eingeredet, wie viel besser du bist, wie viel mehr Durchblick du hast, als die anderen und als es dann darauf ankommt, fällt dein Kartenhaus in sich zusammen. Und du bist auch nur so schwach und unbegabt, wie die auf die du eben noch spöttisch runter geguckt hast. In deinem Kopf, in dieser Situation jetzt, bist du sogar der größte Loser von allen.
Erst hat Petrus Jesus mit seinem Schwert verteidigt. Falsch.
Dann hat er feige drei mal so getan, als ob er Jesus gar nicht kennt. Ganz falsch.
Und er hatte den Mund mal so voll genommen.
Er klammert sich nur an die Hoffnung, dass Jesus ihm beigebracht hat, wie wichtig Vergebung ist. Jetzt hofft er, dass ihm das hier auch irgendwie vergeben ist. „UNTER DEM KREUZ“ weiterlesen

WHISKYANDWORSHIP

„Bier ist der Beweis, dass Gott uns liebt und will, dass wir glücklich sind.“

Whisky&Worship_Logo copy (2)Manchmal beginnen die schönsten Erfahrungen mit einer blöden Idee. Dem ehemaligen Amerikanischen Präsidenten, Benjamin Franklin wird das oben genannte Zitat nachgesagt und es hat mich auf den Gedanken gebracht, ob es nicht eine gute Idee wäre Leute zusammenzubringen, um etwas zusammen zu geniessen und sich gleichzeitig irgendwie darauf zu besinnen, wer für dieses Geschenk verantwortlich ist.

Daraus wird dann am 20.05.2016 whiskyandworship geboren werden.

Was ist Worship oder Lobpreis oder wie drückt man Dankbarkeit aus?

Wenn ich meine Kinder beschenke, möchte ich auf keinen Fall, dass sie

… den Druck haben, das Geschenk möglichst zeitnah toppen zu müssen!

… auf die Knie fallen und mich förmlich preisen (kann ich mir bei meinen Dreien auch ehrlich gesagt schlecht vorstellen.)

Eigentlich freu ich mich am meisten, wenn sie mein Geschenk geniessen. „Freude“ ist das Ziel und die beste Art den Geber glücklich zu machen. Ich kann mir vorstellen, dass unser Vater im Himmel da ähnlich tickt.

 

Warum Whiskey?

Menschen die sowohl Whiskey, als auch Bier hergestellt haben, haben bemerkt, dass es eigentlich Gott selber war, der das Getränk hat reifen lassen; sie selber waren nur da, um den richtigen Rahmen zu schaffen und dem Schöpfer bei der Arbeit zuzuschauen. (Quelle: „The Search for God and Guinness“ by Stephen Mansfield)

Richtige Whiskey Trinker wissen, dass man eine guten Whiskey nicht einfach schnell runterkippt. Genau wie Whiskey Jahre braucht um gut zu werden, muss man sich Zeit dafür nehmen und geniessen.

 

Ach ja:

Am 20.05. werden wir übrigens drei Dinge tun, die auf Gottes Prioritätenliste ziemlich hoch angesiedelt sind:

„Danke“ sagen: Gott „Danke“ sagen, dafür das Er uns wirklich beschenkt

Gemeinschaft Immer wieder zum Tasting in kleinere Gruppen, zusammen kommen. Zusammen singen.

Soziale Gerechtigkeit: Die ganze Aktion dient einem richtig guten Zweck und zwar unserer Flüchtlingsarbeit. Die Syrer träumen nämlich von einem Kleinbus, um Leute aus den umliegenden Gegenden abzuholen, zu gemeinsamen Gottesdiensten, Parties, u.v.m.

Wer jetzt gerne mal dabei wäre: www.whiskyandworship.de

Unser Musiker:

Good News

good news german.001good news german.001good news german.001Deutsche und Syrische Kinder haben bei uns in der Kirche, Heiligabend ein Theaterstück aufgeführt, das ich nach einem Interview mit Sammy, meinem Freund aus Syrien geschrieben habe. In dem Stück ging es um einen Flüchtling, Elias, der Jesus sein Leid klagt. Jesus antwortet mit Geschichten, die erzählen, wie er Elias gut verstehen kann, weil er ähnliches erlebt hat.

Ich frage mich jedes Jahr, wie ein Baby, in Windeln, in einem Stall, eine gute Nachricht sein kann, wenn dein Gebet darum gebeten hat, eine Bombe auf die Unterdrücker zu schmeissen.

Der Text oben ist eine sehr lockere Übertragung eines Gedichts von Rob Bell und irgendwie die Antwort, die wir in unserem Theater auf die Frage gefunden haben. Manchmal, wenn ich mich sehr alleine fühle, mit meiner Angst, Hoffnungslosigkeit, Schuld, ist „Ich kenn das auch!“ das beste Geschenk, das mich aus der Dunkelheit langsam zurück ins Licht bringt.

Das ist die Hoffnung für Flüchtlinge auf überfüllten Booten, dunklen Containern und dir und mir in unseren dunklen Stunden. Der Gott zu dem ich rede ist nicht weit weg, sondern direkt neben uns. „Ich kenn das auch!“

WERTE INS SPIEL BRINGEN

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Eben ist mein 9. Spielbuch FullSizeRendermit der Post ins Haus gekommen. „Werte ins Spiel Bringen“. Obwohl ich gerne erzähle und Vorträge halte, bin ich ein großer Fan davon Werte und Wahrheiten spielerisch und erlebnisorientiert zu vermitteln. Dazu sollen die 33 Aktionen anregen.

Weil es eben Nummer „Neun“ ist schicke ich ein Buch an einen der ersten neun Leute, die mir einen Satz unten in die Kommentare schreiben, wie sie Spiele in der Arbeit mit Jugendlichen und Kindern verwenden.

UNTERWEGS ZUR AUFERSTEHUNG

Unterwegs zur Auferstehung. Der aktive Fastenkalender

Eine Handvoll guter Freunde haben in den letzten Wochen ganz harte Schicksalsschläge hinnehmen müssen.

Ich bewundere es, wenn sie diese manchmal harte, unmenschliche Situation annehmen und versuchen sich ihrem Schicksal zu stellen und irgendwie weiter zu machen. Trotzdem ist da natürlich immer auch Trauer, Hoffnungslosigkeit und als Freund ist man versucht so einen billigen Satz mitzugeben, dass „schon alles gut wird.“

Ich weiss ja leider nicht, ob alles gut wird, so sehr ich mir das auch wünsche. Ich weiss aus dem Rückspiegel, dass sich viele meiner eigenen Schicksalsschläge im Nachhinein als wichtig entpuppt haben und zu meiner Biographie dazugehören  und dass vieles das so unglaublich weh getan hat mir und anderen tatsächlich heute Nahrung für den Weg ist. … Und da ist immer diese leise Osterhoffnung, dass heute eben dunkelster Freitag ist oder grauer Samstag und dass Gott am Sonntag Totes lebendig, Schlechtes gut, aus Scheisse Gold macht. Daran klammere ich mich mit meinen Freunden, auch wenn ich weiss, dass Auferstehung bei Gott eventuell anders aussehen wird, wie wir es uns vorstellen.

Mich würde mal interessieren, wie ihr versucht euren Freunden zu helfen, wenn es ihnen dreckig geht! Kennt ihr die Versuchung Sprechblasenstatements oder -Gebete abzuliefern?

In diesen Tagen wird ein Fasten-Kalender herauskommen, den ich geschrieben habe, um mir und anderen zu helfen uns auf diese Auferstehungsmomente vorzubereiten. Unten noch die Beschreibung der netten Leute aus dem Brendow Berlag.

 

„Die Fastenzeit ist eine Zeit der Einkehr und der Neuausrichtung. Sie bietet die Möglichkeit, bewusster zu leben und Dinge zu beachten, die wir sonst nur am Rande wahrnehmen: den Rhythmus des eigenen Lebens, die unbewältigte Trauer in unseren Herzen, die Not derjenigen, die nicht genug zum Leben haben, die Beziehung zu unserem Schöpfer. Und das Wunder des Neuanfangs am dritten Tag!

Genau hierbei helfen die 40 ungewöhnlichen Fastenideen von Frank Bonkowski:
Bezahle einem Fremden heimlich den Kaffee im Restaurant.
Lege über den Tag verteilt regelmäßige Gebetszeiten ein.
Ernähre dich einen Tag für weniger als 2 €.“

HEILIGABEND 2014

»Habt keine Angst! Ich habe eine große Freudenbotschaft für euch und für das ganze Volk. Heute ist euch der Retter geboren worden, in der Stadt Davids: Christus, der Herr! Und dies ist das Zeichen, an dem ihr ihn erkennt: Ihr werdet ein neugeborenes Kind finden, das liegt in Windeln gewickelt in einer Futterkrippe.«

Die Frage die mich in diesem Jahr nicht los lässt: „Wenn du in Unterdrückung lebst, wenn dir Ungerechtigkeit passiert, wenn du dir nichts mehr wünscht, als endlich aus dieser miesen Situation rauszukommen, dass EINER kommt und hilft und das Böse wieder gut macht … wie kann ein kleingewordener Gott in Windeln eine gute Nachricht sein?

Ich durfte vor ein paar Jahren in einer Kirche in Kampala predigen. Das hat mir Spaß gemacht. Was danach kam war schwieriger für mich. Vom Gastredner wird es dort erwartet, dass er sich vorne hinstellt und für Bedürftige betet. Das war wesentlich schwerer für mich. Die Szene muss man sich so vorstellen. Hinter mir steht ein Frauenchor der lauthals „Amazing Grace“ darbietet. Neben mir mein Freund Stephen, als Übersetzer und dann kommen Bedürftige, die mir ihr Leid klagen. Wir stecken dabei alle ganz dicht die Köpfe zusammen, um überhaupt etwas zu verstehen und ich spreche Gebete, von denen ich, der notorische Zweifler, nicht ganz so sicher bin, ob Gott sie erhören wird. Irgendwann kommt ein Vater mit seinem kleinen Sohn und bittet um Gebet: „Wir fliegen morgen aus der Wohnung, wir können die Miete nicht bezahlen. Bitte bete, das Gott Geld schickt!“ Also bete ich und fühle mich dabei, wie so ein Heuchler. Die Monatsmiete ist 10.- ich lauf regelmäßig mit seiner halben Jahresmiete in der Hosentasche rum — Kaffeegeld. Aber gerade heute habe ich meine Uganda-Predigt-Hose an und mein Geld ist in den Shorts im Koffer und mir bleibt nichts anderes als beten.

Wenn Gott den Krieg in Syrien, die ISIS und damals die Römer nicht beseitigt, oder mich nur meine Schlüssel finden lässt, wenn ich ein panisches Gebet spreche, ist ER dann nicht wie ich und betet mit uns, obwohl er mehr als genug Geld in der Tasche hat um Probleme aus der Welt zu schaffen.

Und dann kommen da noch Engel und besingen seine große Tat. Warum ist das eine gute Nachricht?

Warum hatte ich diese Woche Tränen in den Augen, als ich im Auto die CD laut aufgedreht habe, als die David Crowder Band von Emmanuel singt, dem Gott der mit uns ist?

Je länger ich auf diesem Planeten rumlaufe, desto mehr lerne ich, dass das schönste Geschenk, dass du mir geben kannst dein Mitgefühl ist, wenn du versuchst dich in mich reinzudenken, wenn du mich anfeuerst, wenn mir etwas gelingt und wenn du mit mir weinst, wenn es mir mies geht.

Oder wenn ich Mist gemacht habe und es ist herausgekommen und ich fühle mich total allein und dann kommst du und sagst: „Ich kenne das, mir ist das auch schon mal passiert. Ich kann dein Gefühl verstehen

… es gibt kein wertvolleres Geschenk und genau das tut Gott hier und deswegen bewegt es mich, wenn jemand von Emanuel singt, dem Gott der mit mir ist!

CLARA

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Der walisische Musiker Martyn Joseph hat uns auf einem Songwriter Seminar folgende Story erzählt.

Morton Kelsey wird Anfang des 20 Jh. in einer Kleinstadt in Pensilvania geboren. Die Geburt geht schief, er kommt verdreht zur Welt, nicht das süsseste Baby der Welt, der Kopf ist schräg. Seine Mutter ist so entsetzt, dass sie ihr Baby nicht einmal halten möchte.

Clara, ein 14-jähriges, farbiges Mädchen in einer weissen Welt, bekommt die Aufgabe Morton zu versorgen. Aber sie macht mehr als „Versorgen“ sie hält das Baby, jede Nacht, singt es in den Schlaf. Sie liebt das kleine weisse Kind, als wäre er ihr eigenes. Als es 3 Jahre alt ist, wird Mort ihr sprichwörtlich aus den Armen gerissen und in ein Heim gesteckt.

Morton hat es nicht leicht und mit 18 Jahren entscheidet der Jugendliche, der nie Liebe kennengelernt hat, sich nicht an Clara erinnern kann, sich in den Bergen das Leben zu nehmen. Er legt sich auf den Rücken, will noch einmal die Sterne ansehen, und vielleicht ist es der Ausblick, vielleicht der Wind, irgendwie kommt ihm eine Melodie in den Sinn. Dieser Moment, die Melodie gibt den extra Funken Hoffnung und er steht tatsächlich auf und lebt weiter.

Später wird aus ihm ein berühmter Autor, christlicher Mystiker der Tausenden mit seinen Büchern, mit seinen Gedanken eine Hilfe ist. Es ist also irgendwie eine Happy End, eine Geschichte die mies angefangen hat aber gut endet.

Jahre später, Morton ist inzwischen fast 77, erhält er einen Brief aus einem Altersheim, mit der komischen Frage, von einer älteren Dame, ob er aus diesem kleinen Städtchen in Pensilvania stammen würde. Er fährt hin und lernt die inzwischen 91-jährige Clara kennen. Sie hat selber nie Kinder gehabt. Sie verbringen den Nachmittag zusammen und Clara erzählt von diesen gemeinsamen drei Jahren und Morton erfährt, dass es doch in seiner Kindheit eine Zeit gegeben hat, wo er geliebt wurde. Die beiden verbringen einen unglaublich wichtigen Nachmittag und als Morton gerade aufsteht um zu gehen, erzählt ihm Clara, das sie ihm damals, wie es in ihrer Kultur üblich ist, eine Melodie gewidmet hat, das Lied, das ihn als Baby getröstet hat. Und er erinnert sich und erkennt genau die Melodie, die ihm vor fast 60 Jahren, unter den Sternen, die Hoffnung eingehaucht hat weiter zu leben.

Im Refrain seines Liedes Clara singt Martyn Joseph:
Hope we all have a Clara
Singing songs unknown
Songs for the healing
And songs for the coming home

„Ich hoffe, dass wir alle eine Clara haben.
Die unbekannte Lieder singt
Lieder die heilen
Lieder die uns nach Hause rufen

Genau das wäre mein Wunsch für dich!
Für wen könntest du eine Clara sein?